Das Konzept ging auf: Eine attraktive Auswahl an Spielstationen, somit viele Möglichkeiten mit Fahr- und Sportspielen in die virtuelle Welten des Computerspiele einzutauchen, kombiniert mit hochwertigen Inszenierungen aus der realen Welt der Automobile und vor allem ein anspruchsvolles Festivalprogramm mit nationalen und internationalen Musikern. All dies ließ die Kölner Innenstadt neben der eigentlichen Computerspielmesse zu einem weiteren Besuchermagneten während des gamescom-Wochenendes werden.
Dabei dürften alle Besucher auf ihre Kosten gekommen sein. So etwa diejenigen, die den Weg zum Messegelände (noch) scheuten und stattdessen an den zahlreichen Ständen auf dem Rudolfplatz und dem Hohenzollernring die populärsten und neusten Spiele einmal selber ausprobierten. Gerade für diese Besucher hatten die Stationen ihr Angebot bereits in den Nachmittagsstunden vor dem eigentlichen Festivalbeginn geöffnet, um dem großen Interesse nachzukommen. Aber auch diejenigen, die in großer Zahl nach ihrem Messebesuch noch eine unterhaltsame After-Show-Party in der Kölner Innenstadt erleben wollten, dürften höchst zufrieden gewesen sein. Denn sie konnten entweder bei den Auftritten von Dúné oder Shout Out Louds abrocken oder sich bei den etwas ruhigeren Klängen von Aura Dione und Max Herre bestens entspannen.
Ebenso gab es weitere viele Tausende Besucher, die einfach nur ein gutes und spannendes Musikfestival erleben wollten – ein Festival, das aufgrund des besonderen Standortes in der Kölner Innenstadt und vor allem wegen des hochwertigen Programmangebotes eine ganz besondere Live-Atmosphäre entstehen ließ. Dass sich dabei gerade an den ersten beiden Tagen auch das Wetter von seiner besten, hochsommerlichen Seite zeigte, machte für alle das Konzerterlebnis noch positiver.
Als allgemein angenehm wurde von den Besuchern der weitestgehende Verzicht auf Imbiss- und Getränkestände eingeschätzt. Durch die gastronomische Beschränkung auf das Notwendigste gehörte der Ring vornehmlich der Präsentation der eigentlichen Themen des Festivals: dem Spiel und der Musik. Und auch das besondere Engagement der Sponsoren, die ihre Präsentationen nicht nur attraktiv inszenierten, sondern dabei auch interaktive Informations – und Unterhaltungsmöglichkeiten anboten, trugen mit zu der Qualitätssteigerung des City-Festivals bei.
Sollte das für den Sonntagabend prognostizierte Gewitter am dritten Festivalabend mit den Topacts Klee und 2Raumwohnung die zu erwartende hohe Besucherzahl nicht übermäßig verringern, lässt sich auch rein zahlenmäßige eine positive Bilanz ziehen. So dürften wie bereits im letzten Jahr an die 100.000 Besucher das vielfältige Mix an Spiele-, Informations- und Musikangeboten beim gamescom-Festival erlebt haben.


