Fairplay zahlt sich aus: Vor dem Länderspiel in Köln zeichnet der Deutsche Fußball-Bund die Gewinner des Wettbewerbs „Fair ist mehr“ aus. Der Wettbewerb, 1997 gestartet, ehrt sportliches Verhalten auf und neben dem Fußballplatz. Fünf Bundes- und ein Sonderpreis werden in der Zentralloge Nord des Stadions in Köln vergeben. Mit 590 Vorschlägen, aus denen die DFB-AG Fair Play die Gewinner auswählte, erreichte die Meldequote ein Rekordniveau. Gegenüber 536 Meldungen im vergangenen Jahr bedeutet die aktuelle Zahl einen Anstieg um mehr als zehn Prozent.
Zur Auszeichnung erklärt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger: „Fairness ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Sports im Allgemeinen und damit auch des Fußballs. Vereine besitzen soziale Kompetenz, gerade das Mannschaftsspiel Fußball prägt die Entwicklung junger Menschen. Daraus erwächst die Verantwortung, die ethischen Werte des Spiels nicht kurzfristigem Erfolg zu opfern. Durch die Initiative ‚Fair ist mehr’ soll erreicht werden, dass faires Verhalten positiv bewertet wird.“
Die Preisträger
Andre Wrede (Trainer A-Junioren, SV Lengede, Niedersächsischer FV)
Amina Avdovic (D-Jugend, SV Bad Herrenalb, Badischer FV)
Simon Lange (D-Junioren, PSV Bork, FuLV Westfalen)
Christian Coratella (Senioren, VfB Bühl, Südbadischer FV)
Stefan Ruthenbeck (Senioren, TuS Mayen, FV Rheinland)
Sonderpreis
René Hirsch (FC Viktoria 09 Urberach, Hessischer FV) für das Projekt „Elternsensibilisierung für faires Verhalten im Kinder- und Jugendfußball“
DFB zeichnet Talente mit Fritz-Walter-Medaille aus
Ein Versprechen für die Zukunft des Fußballs: Zwölf herausragende Talente zeichnet der Deutsche Fußball-Bund in diesem Jahr mit der Fritz-Walter-Medaille aus. Die Verleihung erfolgt vor dem Länderspiel der Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan in Köln am 7. September (20.45 Uhr, live in der ARD). Die Ehrung nimmt Kurt Beck, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Beirats-Vorsitzende der Fritz-Walter-Stiftung, über den Dächern der Domstadt im „KölnSKY“ vor.
DFB-Sportdirektor Matthias Sammer sagt zur Auszeichnung: „Mannschaftlicher Erfolg und individuelle Klasse – Fritz Walter ist ein Vorbild für jeden Nachwuchsfußballer. Mit der Medaille ehren wir junge Spieler, denen wir zutrauen, einen ähnlichen Weg einzuschlagen wie der Weltmeister von 1954 und Ehrenspielführer der Nationalmannschaft. Die Preisträger haben in der vergangenen Saison herausragende Leistungen gezeigt und sich zudem charakterlich einwandfrei präsentiert. Sie sind würdige Preisträger der Fritz-Walter-Medaille.“
Der Preis wird zum sechsten Mal an Talente verliehen, die in der vergangenen Saison in ihren Klubs und den Junioren-Nationalteams spielerisch und menschlich überzeugt haben. Dotiert sind die Medaillen mit jeweils 20.000 Euro (Gold), 15.000 (Silber) und 10.000 Euro (Bronze). Das Geld kommt den Vereinen zugute, die sich um die Ausbildung der jungen Spieler verdient gemacht haben.
Die Preisträger in der Übersicht
Bester Nachwuchsspieler der Saison 2009/2010
U 19
Gold:Peniel Mlapa (1899 Hoffenheim)
Silber:Stefan Bell (1860 München)
Bronze:Shervin Radjabali-Fardi (Hertha BSC Berlin)
U 18
Gold:Mario Götze (Borussia Dortmund)
Silber:Reinhold Yabo (1. FC Köln)
Bronze:Matthias Zimmermann (Karlsruher SC)
U 17
Gold:Timo Horn (1. FC Köln)
Silber:André Hoffmann (MSV Duisburg)
Bronze:Kolja Pusch (Bayer Leverkusen)
Beste Nachwuchsspielerin der Saison 2009/2010
GOLD: Svenja Huth (1991)
SILBER: Ramona Petzelberger (1992)
BRONZE: Kyra Malinowski (1993)
(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Fussball-Bund, DFB)
